Fachkongress für Wasserwirtschaft und technische Infrastruktur

Programm

Tag 1

Mittwoch, 29. September 2021

Hier finden Sie das Vortragsprogramm im PDF Format zum Download.

9:00 Uhr Veranstaltungsbeginn | Eröffnung der Begleitausstellung

9:00 - 9:50 | Besuch der Ausstellung

Die Veranstaltung öffnet ab 9:00 Uhr die Türen und die Begleitausstellung.

Die Ausstellung ist durchgehend bis 16:00 Uhr geöffnet.

9:50 - 10:00 | Saal 2,6 & 10 | Grußwort

9:50 - 10:00 | Saal 2,6 & 10 | Grußwort von Ramona Pop, Berliner Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe

Wir übertragen zeitgleich in allen drei Veranstaltungssälen ein Grußwort der Berliner Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe, Ramona Pop.

Im Anschluss beginnt das Vortragsprogramm mit Live-Beiträgen.

 

10:00 - 12:00 | Saal 2 | Aktuelle Herausforderungen

Luisa Otto

Moderation: Luisa Otto

Wissenschaftliche Mitarbeiterin, FG Siedlungswasserwirtschaft, TU Berlin

Der Masterplan Wasser – Eine Zukunftsstrategie für die Berliner Wasserwirtschaft

Mit dem Wachstum der Stadt, dem fortschreitenden Klimawandel und den Folgen des Braunkohletagebaus in der Lausitz steht die Berliner Wasserwirtschaft vor großen Herausforderungen. Um die Bevölkerung auch zukünftig mit qualitativ hochwertigem Trinkwasser zu versorgen und zugleich dem Gewässerschutz und den vielfältigen Gewässernutzungen bestmöglich Rechnung zu tragen, erarbeitet das Referat “Wasserwirtschaft, Wasserrecht, Geologie” der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz derzeit den „Masterplan Wasser“. Er untersucht, welche potentiellen Auswirkungen die zukünftigen Veränderungen auf den Berliner Wasserhaushalt haben und entwickelt Maßnahmen, um den wasserwirtschaftlichen Herausforderungen zu begegnen. Der Masterplan Wasser soll als mittel- und langfristige Strategie der Wasserwirtschaft in Berlin die Grundlage für darauf aufbauende Konzepte und Planungen von Anpassungsmaßnahmen bilden. Dabei unterliegt der Masterplan Wasser einer fortlaufenden Evaluierung und Anpassung an neue Erkenntnisse und ist somit als ein dynamischer Erkenntnis- und Strategieprozess angelegt. Er wird begleitet durch Beteiligungsformate, die den vielen verschiedenen Akteuren, die direkt oder indirekt mit dem Thema Wasser befasst oder daran interessiert sind, die Möglichkeit geben, ihre Erkenntnisse, Ideen und Vorstellungen einzubringen.

Birgit Fritz-Taute

Dr. Birgit Fritz-Taute

Abteilungsleiterin, Berliner Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz

Water Re-use - Chancen und Potentiale

Möglichkeiten der Abwasserwiederverwendung, Anforderungen und Herausforderungen an Aufbereitung, Speicherung und Verteilung, Grauwassernutzung Wärmegewinnung und Kühlung.

Prof. Dr.-Ing. Matthias Barjenbruch

Prof. Dr.-Ing. Matthias Barjenbruch

Leiter des Fachgebiets Siedlungswasserwirtschaft, TU Berlin

Generalentwässerungsplanung in Großstädten vor dem Hintergrund des Klimawandels und verstärktem Auftreten von Starkregen

  • Anforderungen an GEPs in Großstädten mit flacher Topografie
  • Abgrenzung Gewässerberechnungen, Starkregenmodellierung, Kanalnetzberechnungen
  • Gekoppelte 1D-2D-Berechnung
  • Auswirkung von Maßnahmen zum Schutz vor Starkregen
  • Blick in die Zukunft einer starkregenangepassten Großstadt

Tim Schneider

Tim Schneider

Dahlem Beratende Ingenieure GmbH & Co. Wasserwirtschaft KG

Einleitung von Niederschlagswasser in Oberflächengewässer

Technische Lösungen zur neuen DWA A102

Mall GmbH

10:00 - 12:00 | Saal 6 | Wassersensible Stadtentwicklung, nachhaltige Infrastrukturen und Multi-Use-Konzepte

Wassersensible Stadtentwicklung, nachhaltige Infrastrukturen und Multi-Use-Konzepte

Dr. Darla Nickel

Moderation: Dr. Darla Nickel

Berliner Regenwasseragentur

Vom Regen in die Zukunft: Berlin auf den Weg zur wassersensiblen Stadt

Berlin hat die Bewirtschaftung von Regenwasser als Ressource zum Ziel gesetzt – als Antwort auf den Klimawandel. Erfolge sind bereits sichtbar, doch vor allem im Bestand ist die Veränderung hin zur wassersensiblen Stadt eine Generationenaufgabe. Die Regenwasseragentur blickt zurück auf fast vier Jahre Arbeit und berichtet über den aktuellen Stand der Umsetzung und die noch zu bewältigenden Herausforderungen.

Dr. Darla Nickel

Dr. Darla Nickel

Berliner Regenwasseragentur

Hochwasser- und Starkregenrisikomanagement in Städten rund um den Globus. Der Umgang mit Richtlinien im Gegensatz zur praktischen Umsetzung von Maßnahmen auf Grund lokaler Gegebenheiten.

Der Klimawandel und damit verbunden immer extremere Wetterlagen, sind in Deutschland präsenter denn je. Die Ereignisse der letzten Jahre haben gezeigt, dass nicht nur die materiellen Schäden extrem hoch sind, sondern auch Menschen Ihr Leben lassen mussten. In dem Beitrag wird aufgezeigt, wie mit dem Thema rund um den Globus umgegangen wird und welche Anpassungsstrategien verfolgt werden.

Christian Pohl

Christian Pohl

DHI WASY GmbH

Schutz vor Starkregen durch Rückhaltung und Versickerung

  • Was ist Starkregen?
  • Erkenntnis führt zum Handlungsdruck
  • Praxisbeispiele für Retention und Versickerung
  • Ein Grundstück kommt selten allein

Dipl.-Ing. Hagen Güssow

Dipl.-Ing. Hagen Güssow

REHAU AG + Co

Sponge City - Planung und Modellierung von blau-grüner Infrastruktur

  • Wassersensible Stadtentwicklung
  • Simulation von Anlagen zur Regenwasserbewirtschaftung
  • Überflutungsschutz und Starkregenrisiko-Management
  • Aktuelle Beispiele aus der Region Berlin

Prof. Dr.-Ing. Heiko Sieker

Prof. Dr.-Ing. Heiko Sieker

Ingenieurgesellschaft Prof. Dr. Sieker mbH

10:00 - 12:00 | Saal 10 | Kritische Infrastruktur

Jürgen Besler

Moderation: Jürgen Besler

infrest - Infrastruktur eStrasse GmbH

Multi-Use Infrastrukturen, Aufgaben, Möglichkeiten und Vorgehensweisen der BVG

  • Sanierungsverfahren für 100 Jahre alte Tunnelbauwerke
  • Sicherheitsrelevante Anforderungen an historische Bahnhofsbauwerke
  • Herausforderungen für das Baustellenmanagement
  • Konzepte für den Bau neuer Infrastrukturen

Uwe Kutscher

Uwe Kutscher

Berliner Verkehrsbetriebe (BVG)

Unterirdische Leitungskanäle als langfristig umwelt- und ressourcenschonende Infrastrukturbauwerke im urbanen Raum

  • Projekt „Wissenstransfer zu unterirdischen begehbaren Leitungskanälen“ (gefördert von der DBU)
  • Aktueller Bearbeitungsstand zur Überarbeitung des GSTT/AGFW-Leitfadens
  • Wirtschaftlichkeitsbetrachtung von Leitungskanälen mittels spezifischer Simulationsmodelle
  • Ausblick und weiteres Vorgehen

Dr. Heiko Spitzer

Dr. Heiko Spitzer

Entellgenio GmbH

KRITISche Masse H2O – Sicherheitsanforderungen an die Betreiber einer kritischen Infrastruktur

  • Darstellung der Berliner Wasserbetriebe als Betreiber einer kritischen Infrastruktur
  • Hieraus folgende Pflichten im Bereich der Corporate Security
  • Umsetzung im Unternehmen

Jean V. Kolarow

Jean V. Kolarow

Berliner Wasserbetriebe

12:00 - 13:00 | Pause | Besuch der Ausstellung

13:00 - 15:00 | Saal 2 | Digitale Welt (BIM, GIS und mehr)

Prof. Dr. Ing. Paul Uwe Thamsen

Prof. Dr.-Ing. Paul Uwe Thamsen

Professor am Hermann-Föttinger-Institut der TU Berlin, Leiter des Fachgebiets Fluidsystemdynamik

smart LISA, vom Bedarf zur Anwendung. Das Leit- und Informationssystem Abwasser wird smart

Für die Herausforderungen der sich stets wandelnden und wachsenden Städte werden zukünftig neue Lösungsansätze erforderlich. Schnell verfügbare, aktuelle, ortsbezogene oder aktivitätsorientierte Informationen werden sich zum Standardbedarf der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Abwasserentsorgung entwickeln und einen wesentlichen Einfluss auf die zukünftige Attraktivität der Arbeitsplätze haben. Darüber hinaus werden Planungs-, Instandhaltungs- und Betriebsprozesse von 4.0-Technologien profitieren und diese maßgeblich verändern. Hierzu zählt vor allem die Ver-knüpfung bislang isolierter Datentöpfe. Insbesondere durch die Verschneidung von Prozessdaten, kaufmännischen Daten, Geodaten oder Zustandsinformationen verschiedener Assets ergeben sich neue Informationen und Erkenntnisse, die die herkömmlichen Aufgaben eines Anlagenbetreibers verändern werden.

Dr. Johannes Broll

Dr. Johannes Broll

Leiter der Fachgruppe Automatisierung, Berliner Wasserbetriebe

Digitalisierung in der Abwasserwirtschaft
Prof. Dr.-Ing. Paul Uwe Thamsen

Prof. Dr.-Ing. Paul Uwe Thamsen

Professor am Hermann-Föttinger-Institut der TU Berlin, Leiter des Fachgebiets Fluidsystemdynamik

AUZUKA – Automatische Zustandsanalyse Kanalnetz durch virtuelle Begehung

Das Verbundvorhaben AUZUKA entwickelt die automatische Bildauswertung als Assistenzsystem zu bisheriger Kamera-Inspektionstechnik sowie einen neuartigen Kamera-Sensorkopf inklusive Bildmustererkennungssystem zur 3D-Rekonstruktion. AUZUKA hat das Potential neue Maßstäbe in der zukünftigen Kanalinspektion zu setzen.

Josefine Filter

Josefine Filter

Koordination des AUZUKA- Projektverbunds, Berliner Wasserbetriebe

Möglichkeiten moderner Leckortungstechnik und permanente Netzüberwachung im Trinkwassernetz

Automatisch korrelierende Geräuschlogger, IoT, Internet der Dinge, 5G, Leckortung, Wasserverluste reduzieren

Frank Stiasny

Frank Stiasny

Gutermann Technology GmbH

13:00 - 15:00 | Saal 6 | Rohrleitungsbau

Moderation: Prof. Jens Hölterhoff

Vorstandsvorsitzender GSTT e.V.

Praxisbericht Sanierung einer Trinkwasserleitung DN 600 St im Bluelineverfahren

Sanierung einer Trinkwasserleitung DN 600 St im Bluelineverfahren.

Peter Sczepanski

Peter Sczepanski

Verbandsvorsteher, MAWV Märkischer Abwasser- und Wasserzweckverband

Keine Nachhaltigkeit ohne Qualität und keine Qualität ohne Standards: Qualität und Qualifikation im offenen und grabenlosen Rohrleitungsbau

Der Substanzerhalt und Ausbau der erdverlegten Infrastruktur erfordern nachhaltig Lösungen. Dafür braucht es einerseits qualifizierte Unternehmen und anderseits bewährte Technologien. Für Gas- und Wasserrohrleitungen bilden die Regelwerke DVGW GW 301 und GW 302 die Grundlage der Konformitätsbewertung. Während ersteres in 2021 neu erschienen ist, befindet sich zweiteres in grundlegender Überarbeitung. Über daraus resultierende Änderungen, Aktualisierungen und Anforderungen wird berichtet.

Andreas Hüttemann

Andreas Hüttemann

Rohrleitungsbauverband e.V.

Hygiene in der Praxis beim Bau von Wasserverteilungsanlagen

Dipl.-Ing. Manfred Hochbein

Gelsenwasser Energienetze GmbH

13:00 - 15:00 | Saal 10 | Energieeffizienz

Thomas H. Siepmann

Moderation: Thomas-H. Siepmann

Projektleitung, Berliner Wasserbetriebe

Maßnahmen zur Energieeinsparung bei der Gewinnung von Grundwasser aus Brunnen

Wasserversorger brauchen energiesparende Ansätze, um weiterhin wirtschaftlich Wasser liefern zu können. Bei der Gewinnung von Grundwasser geht etwa 50% der aufgewendeten Energie verloren. Dass bis zu 30% der aufgewendeten Energie einsparbar sind, wurde mit Praxismessungen durch das Forschungsprojekt ENERWAG nachgewiesen, an dem die Berliner Wasserbetriebe beteiligt waren. Inzwischen wurden alle Maßnahmen zur Energieeinsparung in der DVGW-Information Wasser Nr. 101 Energieeffizienz in der Wassergewinnung zusammengefasst. In dem Zusammenhang wird vorgestellt, welche Maßnahmen inzwischen in Berlin umgesetzt worden sind und weiterverfolgt werden.

Dr.-Ing. Alexander Sperlich

Dr.-Ing. Alexander Sperlich

Forschung und Entwicklung, Berliner Wasserbetriebe

Neubau der Klärschlammverwertungsanlage im KW Waßmannsdorf

Einblick in die Projektierung, aktuelle Planung, Genehmigung und technische Auslegung der neuen Klärschlammverwertungsanlage (KVA) der BWB. Ausblick auf die Bauausführung

Thomas-H. Siepmann

Thomas-H. Siepmann

Projektleitung, Berliner Wasserbetriebe

Bestandsaufnahme und Optimierung des Belüftungssystems in Kläranlagen - Eine Aufgabe, die sich immer lohnt!

Das Belüftungssystem ist der größte Einzelverbraucher in Kläranlagen. Die kontinuierliche Analyse von Betriebsdaten kann die Energiekosten um ca. 10 % reduzieren, Reinvestitionen besser steuern und Betriebsprobleme frühzeitig erkennen und beheben.

Christoph Sahlmann

Christoph Sahlmann

Projektleiter, p2m Berlin GmbH

Ab 18:00

Netzwerkabend