Fachkongress für Wasserwirtschaft und technische Infrastruktur

Programm

Tag 2

Donnerstag, 30. September 2021

9.00 - 10.00 | Besuch der Ausstellung

Die Begleitausstellung ist durchgehend geöffnet

10:00 - 12:00 | Saal 2 | Nachhaltige Infrastruktur in Zeiten des Klimawandels

Ralf Wittmann

Moderation: Ralf Wittmann

DVGW-Landesgruppe Berlin/Brandenburg

Auswirkung des Klimawandels und Anpassungsstrategien für das Wasserwerk Colbitz in Sachsen-Anhalt

Das WW Colbitz in der Colbitz Letzlinger Heide ist mit der aktuellen Förderung von rund 70.000 m³/d das bedeutendste Wasserwerk im Verbundsystem der Trinkwasserversorgung Magdeburg GmbH (TWM), mit dem ca. 500.000 Einwohner mit qualitativ hochwertigem Trinkwasser versorgt werden. Das heutige gewinnbare Grundwasserdargebot und dessen Entwicklung bis zum Jahr 2100 im Einzugsgebiet des WW Colbitz wurde unter Annahme sich verändernder klimatischer Bedingungen projiziert. Die Annahmen, die den Klimaszenarien zugrunde liegen, stützen sich auf die globale und regionale Klimaforschung. Die Untersuchungen zeigen, dass in unterschiedlichen Zeiträumen vom Wasserversorger verschiedene Maßnahmen ergriffen werden sollten, da langfristig mit erheblichen Veränderungen des GW-Dargebotes und der Hydrodynamik im Einzugsgebiet zu rechnen ist. Hierzu zählen bis zum Jahr 2100 ein klimabedingtes Absinken der Grundwasserstände, eine Ausweitung der Einzugsgebiete um 50% der heutigen Fläche und eine Verdopplung des Infiltrationsbedarfes.

Felix Möhler

Dipl.-Geoökologe Felix Möhler

GCI GmbH

Festigung der Resilienz der Trinkwasserversorgung in Berlin gegenüber langanhaltenden Trockenphasen und steigenden Temperaturen

Unter dem Eindruck der Jahre 2018 -2020 mit unterdurchschnittlichen Niederschlägen im gesamten Nordosten Deutschlands haben die Berliner Wasserbetriebe ein „Konzept zur Festigung der Resilienz der Trinkwasserversorgung in Berlin“ entwickelt. Die Bestandsaufnahme zeigt, dass das System der Rohwasserversorgung (Uferfiltration, künstliche Grundwasseranreicherung und landseitiges Grundwasser) bereits heute relativ robust gegenüber klimatischen Schwankungen ist. Um die Klima-Resilienz zusätzlich zu erhöhen, werden Maßnahmen auf den Ebenen Infrastruktur, Ressourcensicherung und Stakeholderdialog angestoßen

Dr. Gesche Grützmacher

Dr. Gesche Grützmacher

Wasserversorgung, Leiterin Stabsbereich Zentrale Aufgaben und Trinkwasserqualität bei den Berliner Wasserbetrieben

Das Schwammstadt-Prinzip:

Vom Rohr-Boden- zum Boden-Rohr-System, Lösungen mit duktilen Guss-Rohrsystemen

Stefan Kurt Neuhorn

Stefan Kurt Neuhorn

CSO vonRoll hydro group | Geschäftsführer vR (production) DUKTUS GmbH

Dipl.-Ing. Bodo Kipker

Dipl.-Ing. Bodo Kipker

Leiter Technisches Asset-Management, NBB Netzgesellschaft Berlin-Brandenburg

10.00 – 12.00 Uhr | Saal 6 | Innovative Rohrsanierung (I)

Steffen Hommel

Moderation: Steffen Hommel

Geschäftsführer, Ingenieurgesellschaft für Rohrleitungssanierung mbH Sachsen

Sanierungsmaßnahmen von Trinkwasserleitungen, mit filmischem Praxisbericht

Ein Filmbeitrag von aktuellen Sanierungsmaßnahmen in Königs-Wusterhausen, Brandenburg.

Ausführende und Verantwortliche sind vor Ort und beantworten Fragen.

Richard Mohr

Richard Mohr

Geschäftsführer, DIRINGER & SCHEIDEL Rohrsanierung GmbH & Co. KG

CarboSeal: der neue Schlauchliner mit Kohlefaserverstärkung

Nachhaltige und grabenlose Sanierung von Fernwärmeleitungen und anderen Hochtemperatur- und Hochdruckrohren DN 150 - DN 450 ist jetzt möglich.

Lars Quernheim

Lars Quernheim

Group COO / Prokurist, BKP Berolina Polyester GmbH & Co. KG

Ferngesteuerte Anschlusssanierung mittels LED-Härtung
Jürgen Zinnecker

Jürgen Zinnecker

Produktverantwortlicher & Qualitätsbeauftragter, Aarsleff Rohrsanierung GmbH

Podiumsdiskussion: Qualitätsüberwachung in Druckrohrsanierung und Trinkwasserversorgung

Ist die derzeitige Qualitätsüberwachung in der der Druckrohrsanierung und Trinkwasserversorung ausreichend?

Welche Optimierungspotenziale sind vorhanden?

 

Auf dem Podium:

Andreas Haacker, Vorstandsvorsitzender, RSV - Rohrleitungssanierungsverband e. V.

Matthias Koroschetz, Geschäftsführer, Ludwig Pfeiffer Hoch- und Tiefbau GmbH & Co. KG

Dr. Susanne Leddig-Bahls, Technische Leitung, IQS Engineering AG

Richard Mohr, Geschäftsführung, DIRINGER & SCHEIDEL Rohrsanierung GmbH & Co. KG

Lars Quernheim, Group COO, BKP Berolina Polyester GmbH & Co. KG

Peter Sczepanski, Verbandsvorsteher, MAWV Märkischer Abwasser- und Wasserverband

Prof. Dr. Jörg Sebastian, Geschäftsführer, SBKS GmbH & Co. KG

Jürgen Zinnicker, Produktverantwortlicher & Qualitätsbeauftragter, AARSLEFF Rohrsanierung GmbH

 

10:00 - 12:00 | Saal 10 | Digitale Welt (BIM, GIS und mehr)

 Prof. Dr.-Ing. Sven-Uwe Geissen

Prof. Dr.-Ing. Sven-Uwe Geißen

TU Berlin, Fachgebietsleiter Umweltverfahrenstechnik

Webbasierte Portallösungen zur Koordinierung und Optimierung von Netz- und Tiefbaumaßnahmen.

Die infrest betreibt webbasierte Portallösungen rund um die Themen Leitungsauskunft und digitales Baustellenmanagement, die ohne großen Investitions- und Implementierungsaufwand schnell und effizient eingesetzt werden können. Dank digitaler, papierloser Prozesse leisten unsere Lösungen einen wichtigen Beitrag zur CO2 Reduzierung und helfen die natürlichen Ressourcen zu schonen. Der Vortrag stellt das infrest Leitungsauskunftsportal sowie den infrest Baustellenatlas in den Fokus.

Jürgen Besler

Jürgen Besler

infrest - Infrastruktur eStrasse GmbH

Digitalisierung und BIM aus Sicht der Leitungsbauunternehmen: Was wird gebraucht, worauf kommt es an und was bringt es?

Eine durchgängige digitale Arbeitsweise und BIM im Leitungsbau sind noch sehr wenig verbreitet. Bauunternehmen sollten die vielen Möglichkeiten nutzen, mittels digitaler Technik ihre Projekte noch effizienter abzuwickeln und interne Prozesse zu vereinfachen. Auch ohne Vorgaben und Bedingungen der Bauherrn und Betreiber ist ein entsprechender Anreiz vorhanden. Für den Einstieg und die Umsetzung sind allerdings für den Leitungsbau ganz spezielle Dinge wichtig. Dazu gehören unter anderem besondere Anforderungen an die Software und Informationsregularien zwischen Netzbetreibern und Bauunternehmen. Leider sind die Rahmenbedingungen für ein leistungsfähiges BIM für die Leitungsbaubranche zurzeit noch nicht vorhanden. Es fehlt z. B. an einheitlichen Austauschformaten und offenen Schnittstellen. Im Vortrag werden hierzu kurz die Besonderheiten des Leitungsbaus vorgestellt und aufgezeigt, welche Vorteile die Einführung von BIM bei der Bauausführung bringt.

Dr. Frank Krögel

Dr. Frank Krögel

Bohlen & Doyen Bau GmbH

Digitalisierung konkret – Betroffene zu Beteiligten machen

Was genau ist BIM? Chancen und Risiken sowie Stand bei den Berliner Wasserbetrieben und was uns diese Methodik in der Zukunft bringen wird?

Ann-Katrin Burmann

Ann-Katrin Burmann

Berliner Wasserbetriebe

12:00 - 13:00 | Pause | Besuch der Ausstellung

Pause

13.00 – 15.00 Uhr | Saal 2 | Regenwassermanagement

Thilo Burkard

Moderation: Thilo Burkard

AKUT Umweltschutz Ingenieure Burkard und Partner mbB

Regenwasserbewirtschaftung und Artenvielfalt im Kontext des Klimawandels

Darstellung der Dringlichkeit des Handlungsbedarfs bei der Klimafolgenanpassung anhand von zwei Beispielen: 1. Straßenbäume und 2. Kleingewässer (u.a. "Blaue Perlen Berlin") in Verbindung mit der Bestandsentwicklung Amphibien

 

Foto Irma Stopka

Irma Stopka

Projektleiterin Kompensationsmanagement Blaue Perlen, Stiftung Naturschutz Berlin (SNB)

Uli Christmann

Ulrich Christmann

Geschäftsführer, Landschaft planen + bauen Berlin GmbH

Systemlösungen zum Regenwassermanagement in Hinblick auf die besonderen Anforderungen des Landes Berlin

  • Spezifische Situation in Berlin, wie fehlende Anschlussmöglichkeiten (BREWA-BE), hohe Grundwasserstände, Altlasten, hohe Anforderungen an die Regenwasserqualität usw.
  • Bewährte Systemlösungen zur Regenwasserbehandlung, Versickerung und Rückhaltung,
  • Intelligente Verknüpfung mit Systemen zur gezielten Wiederherstellung der natürlichen Regenwasserbilanz mit Intensivierung der Verdunstung im verdichteten, innerstädtischen Raum.

Jens Kriese

Jens Kriese

Systemberatung Berlin-Brandenburg, Drainage Systeme, FRÄNKISCHE Rohrwerke Gebr. Kirchner GmbH & Co. KG

Maßnahmenprogramme und Strategien zur Reduzierung der Mischwasserüberläufe in die Gewässer
Dr. Carin Sieker

Dr. Carin Sieker

Leiterin des Bereichs Strategien und Konzepte für die Abwasserentsorgung, Berliner Wasserbetriebe

Sanierung urbaner Gewässersysteme mit Bodenfilter

Seit 2017 werden im Projekt Flussbad Berlin verschiedene Filtervarianten auf ihre Eignung zur Behandlung von Spreewasser untersucht. In Berlin Lichtenberg wird seit 2015 der Obersee mithilfe eines Bodenfilters behandelt. Im BMBF-Verbundprojekt KEYS wurden seit 2019 Demonstrationsvorhaben zur Sanierung von urbanen Gewässern mithilfe von Retentionsbodenfiltern im Raum Suzhou, Jiangsu als Bestandteil von Schwammstadtkonzepten in China realisiert. Der Vortrag zeigt die Potenziale naturnaher Lösungen im städtischen Umfeld.

 

Heribert Rustige

Heribert Rustige

Partnergesellschafter, AKUT Umweltschutz Ingenieure Burkard und Partner mbB

13.00 – 15.00 Uhr | Saal 6 | Innovative Rohrsanierung (II)

Steffen Hommel

Moderation: Steffen Hommel

Geschäftsführer, Ingenieurgesellschaft für Rohrleitungssanierung mbH Sachsen

Sichere Sanierungsergebnisse dank klarer Vorgaben

Die RSV-Regelwerksarbeit und ihre Bedeutung für die Ausschreibungs- und Ausführungsqualität

Andreas Haacker

Andreas Haacker

Vorstandsvorsitzender des RSV - Rohrleitungssanierungsverband e. V.

Unterstützung der Kanalsanierungs- und Investitionsplanung mit Alterungsmodellen

Um Prognosen zur zukünftigen Entwicklung des baulichen Zustands machen und daraus Investitionsentscheidungen ableiten zu können, wurden im Rahmen des Forschungsvorhabens SEMA-Berlin in enger Kooperation mit den Berliner Wasserbetrieben verschiedene Alterungsmodelle für die lokalen Gegebenheiten getestet und hinsichtlich ihrer Genauigkeit bewertet. Mit diesen Modellen kann der Zustand nicht inspizierter Kanalabschnitte simuliert und die zukünftige Entwicklung des Netzzustandes prognostiziert werden. Die Modelle berücksichtigen Ergebnisse von mehr als hunderttausend Kamerabefahrungen sowie Daten zu individuellen Kanaleigenschaften und Umgebungsfaktoren der Stadt Berlin.

Elke Eckert

Elke Eckert

Fachverantwortliche Strategie Kanalsanierung, Berliner Wasserbetriebe

Mathias Riechel

Mathias Riechel

Wissenschaftler und Projektleiter, Kompetenzzentrum Wasser Berlin

Sanierung von Trinkwasserleitungen mit Schlauchlinern – Das neue RSV Merkblatt 1.3

Mit dem Einsatz von flexiblen Schlauchlinern können defekte Rohrleitungen auch unter erschwerten Zugänglichkeiten und mit komplexen Rohrverläufen grabenlos bzw. grabenarm saniert werden. Im Trinkwasserbereich werden hier besonders hohe Anforderungen gestellt. Das neue RSV Merkblatt dient als Leitfaden und kann vor allem Versorger und Ingenieurbüros bei Planung, Ausschreibung und Umsetzung von Sanierungsmaßnahmen unterstützen. Es werden praktische Lösungen für die Verbindung des Druckliners an das Trinkwassernetz sowie zur Herstellung von Anschlüssen aufgezeigt und Anforderungen definiert.

Dr. Susanne Leddig-Bahls

Dr. Susanne Leddig-Bahls

Technische Leitung, IQS Engineering AG

Oberirdische Interimsleitungen am Beispiel von Druckrohrleitungen

Oberirdisch verlegte Leitungen halten während der Bauphase am Druckrohrnetz die Wasserversorgung und auch die Abwasserentsorgung aufrecht. Anhand ausgewählter Bauvorhaben wird der Einsatz von Interimsleitungen dargestellt.

Katrin Lengefeld

Katrin Lengefeld

Fachexpertin, Berliner Wasserbetriebe

Mathias Bertram

Mathias Bertram

Projektleiter und Planer, Berliner Wasserbetriebe

13.00 – 15.00 Uhr | Saal 10 | Weitergehende Abwasserbehandlung

Hubertus Soppert

Moderation: Hubertus Soppert

ehem. Geschäftsführer, p2m Berlin GmbH

Vierte Reinigungsstufe: Integration der Spurenstoffentfernung in Berlin, von der Forschung in die Praxis

Besonders im teilgeschlossenen Wasserkreislauf ist abzuwägen, wie einerseits zur Sicherung der Trinkwasserqualität zusätzliche Verfahren für die Entfernung von Spurenstoffen in der Wasseraufbereitung vorgesehen, und anderseits Kläranlagen mit einer weitergehenden Abwasserreinigung ausgerüstet werden. Eine adsorptive Entfernung von Spurenstoffen mit Aktivkohle (PAK oder GAK)) eine oxidative Transformation mit Ozon sind die aktuell favorisierten Handlungsoptionen für die weitergehende Abwasserreinigung, die in Berlin umgesetzt werden.

Regina Gnirß

Regina Gnirß

Leiterin Forschung und Entwicklung, Berliner Wasserbetriebe

Neubau einer Ozonung im KW Schönerlinde

Aufgrund des Wasserkreislaufes in Berlin sind auf dem Klärwerk Schönerlinder der Berliner Wasserbetriebe diverse Maßnahmen zur Elimination von Spurenstoffen vorgesehen. Als erste Stufe wird zur Zeit eine Ozonanlage errichtet, die im Anschluss an die bestehende Nachklärung zur sicheren Elimination der Spurenstoffe beitragen soll. Im Rahmen des Vortrags wird das Projekt durch die Planungsgemeinschaft Spiekermann und AFRY vorgestellt.

Martina Fink

Projektingenieurin, AFRY Schweiz AG

Michael Beier

Geschäftsbereichsleiter, spiekermann ingenieure gmbh

Dirk Koepke

Abteilungsleiter, AFRY DEUTSCHLAND GmbH

Mikroplastikentfernung durch Membranfilter

  • Mikroplastik im Abwasser
  • Mikroplastikentfernung durch Membrantechnik
  • Referenz: REPLAWA

Thi Phuong Dung Trinh

Thi Phuong Dung Trinh

Projektingenieurin, MARTIN Systems GmbH

Rohrreinigung durch turbulente Strömung und Katalysator

Im turbulenten Bereich erfolgt die Bildung von Wasserdampfbläschen. In Gegenwart von Mineral-Metall-Katalysatorfolien wird die Bläschenbildung gegenüber dem Bläschenwachstum beschleunigt. Infolgedessen werden viele sehr kleine Bläschen gebildet, die vergleichbar einem Dampfreiniger auch stark belegte Oberflächen grundlegend reinigen ohne Einsatz von Chemie bzw. Bioziden und ohne zusätzlichen Energieeintrag

Dr. Jürgen Koppe

Dr. Jürgen Koppe

Geschäftsführer, MOL Katalysatortechnik GmbH

15:00 - 16:00 | Besuch der Ausstellung

16:00 Uhr | Ender der Veranstaltung
Wir freuen uns auf Sie im September 2022 in Brandenburg